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Grammatik · A1–B1

Präpositionen mit Akkusativ: durch, für, gegen, ohne, um

Bei den Präpositionen muss man im Deutschen zwei Dinge auseinanderhalten: die Bedeutung und den Fall. Bei dieser Gruppe ist der Fall die gute Nachricht – er ist immer derselbe. Wer durch, für, gegen, ohne, um als festen Block lernt, hat fünf Präpositionen, bei denen man nie überlegen muss, ob Akkusativ oder Dativ richtig ist.

Die fünf festen Akkusativpräpositionen

Diese fünf verlangen ausnahmslos den Akkusativ – unabhängig davon, ob es um Ort, Zeit oder etwas Abstraktes geht. Viele Lernende merken sich die Reihenfolge durch – für – gegen – ohne – um als kleinen Merksatz, weil sie sich rhythmisch gut sprechen lässt.

PräpositionBedeutungBeispiel
durchhindurch, quer über; Mittel oder UrsacheWir gehen durch den Park. · Ich habe es durch einen Kollegen erfahren.
fürEmpfänger, Zweck, ZeitdauerDas Geschenk ist für meinen Bruder. · Ich bleibe für eine Woche.
gegenWiderstand, Zusammenstoß, ungefähre UhrzeitIch bin gegen diesen Vorschlag. · Ich komme gegen acht.
ohneFehlen, AusschlussIch trinke Kaffee ohne Zucker. · Ohne dich gehe ich nicht.
umrundherum; genaue Uhrzeit; BetragWir sitzen um den Tisch. · Der Kurs beginnt um 18 Uhr.

Der Fall zeigt sich am Artikel, nicht an der Präposition. Sichtbar wird der Akkusativ vor allem im Maskulinum: der Park → durch den Park, ein Kollege → durch einen Kollegen. Bei Femininum, Neutrum und Plural sehen Nominativ und Akkusativ gleich aus – deshalb fällt ein Fehler dort nicht auf, ist aber trotzdem einer. Die Übersicht der Endungen steht unter Die vier Fälle.

Verschmelzungen: fürs, ums, durchs

In der gesprochenen Sprache und in informellen Texten verschmelzen diese Präpositionen mit dem Artikel das. Im Neutrum ist das die Regel, nicht die Ausnahme:

LangKurzBeispiel
für dasfürsDanke fürs Zuhören.
um dasumsEs geht ums Geld.
durch dasdurchsWir fahren durchs Dorf.
gegen dasgegensselten, meist nur mündlich – in Texten besser gegen das

In sehr formellen Texten – einer Hausarbeit, einem Behördenbrief – schreibt man die Langform. In einer E-Mail an Kolleginnen und Kollegen ist die Kurzform völlig normal.

Pronomen nach Akkusativpräpositionen

Steht nach der Präposition eine Person, brauchen Sie die Akkusativformen der Personalpronomen. Genau hier passieren die meisten Fehler, weil die Dativformen ähnlich klingen:

NominativAkkusativBeispiel
ichmichDas ist für mich.
dudichOhne dich ist es langweilig.
er / esihn / esIch habe nichts gegen ihn.
siesieIch mache das für sie.
wirunsEr hat durch uns davon gehört.
ihreuchDas ist ein Geschenk für euch.
sie / Siesie / SieIch habe eine Frage für Sie.

Bei Sachen statt Personen benutzt man kein Pronomen, sondern ein da-Wort: Ich bin dafür (nicht: für es), Ich habe nichts dagegen. Wie dieses System funktioniert, steht unter da-Wörter und wo-Wörter.

Der Sonderfall ohne: meist kein Artikel

ohne steht sehr häufig ohne Artikel, weil es das Fehlen einer ganzen Kategorie bezeichnet: ohne Auto, ohne Zucker, ohne Termin, ohne Erfahrung. Das ist kein Fehler, sondern der reguläre Nullartikel – mehr dazu unter Nullartikel. Kommt ein Artikel oder ein Adjektiv dazu, ist es trotzdem Akkusativ: ohne meinen Ausweis, ohne einen guten Grund.

Drei weitere Präpositionen mit Akkusativ

  • bis – zeitlich und räumlich. Oft ohne Artikel: bis Montag, bis Berlin, bis nächste Woche. Kommt ein Artikel dazu, hängt man meist eine zweite Präposition an: bis zum Bahnhof, bis zur nächsten Stunde – dann bestimmt zu den Fall (Dativ).
  • entlang – steht meist nach dem Nomen und dann mit Akkusativ: Wir gehen den Fluss entlang. Vor dem Nomen wird es mit Dativ oder Genitiv gebraucht: entlang dem Weg.
  • wider – gehobene Schriftsprache, praktisch nur in festen Wendungen: wider Erwarten, wider besseres Wissen. Nicht zu verwechseln mit dem Adverb wieder („noch einmal“).

Abgrenzung: Wo es nicht so einfach ist

Die fünf Akkusativpräpositionen sind gerade deshalb ein guter Einstieg, weil sie keine Entscheidung verlangen. Zwei andere Gruppen tun das schon:

GruppeFallBeispiel
durch, für, gegen, ohne, umimmer Akkusativfür den Kurs
aus, bei, mit, nach, seit, von, zuimmer Dativmit dem Kurs
in, an, auf, über, unter, vor, hinter, neben, zwischenAkkusativ bei Richtung, Dativ bei Ortin den Kurs gehen / in dem Kurs sitzen

Wer diese drei Zeilen sicher beherrscht, hat den größten Teil des Präpositionssystems im Griff. Den Unterschied zwischen den beiden Fällen selbst erklärt Akkusativ oder Dativ?

Häufige Fehler

FalschRichtigWarum
für dem Kundenfür den Kundenfür verlangt Akkusativ, nicht Dativ.
ohne mirohne michAkkusativform des Pronomens.
durch der Stadtdurch die StadtFemininum im Akkusativ ist die.
Ich bin für es.Ich bin dafür.Bei Sachen steht ein da-Wort.
gegen acht Uhr genauum acht Uhrgegen heißt „etwa“, um heißt „genau“.
bis zu Montagbis MontagVor artikellosen Zeitangaben steht bis allein.

So üben wir das im Unterricht

Präpositionen lernt man nicht als Liste, sondern in Wendungen, die man wirklich braucht. Im Einzelunterricht arbeiten wir deshalb mit Sätzen aus Ihrem Alltag: Ich bin gegen diesen Termin, Danke fürs Zuschicken, Das Paket ist für meine Kollegin. Zusätzlich sammeln wir die Verben, die eine feste Präposition mitbringen – warten auf, sich freuen über, sich kümmern um –, weil dort der Fall nicht aus der Logik folgt, sondern zum Verb gehört. Die Liste dazu steht unter Verben mit Präpositionen.

Auf A1 und A2 reicht die feste Fünfergruppe plus die Uhrzeitformeln. Ab B1 kommen Präpositionen mit Genitiv und Adjektive mit Präpositionen dazu. Wo Sie gerade stehen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – oder Sie machen vorab den Einstufungstest.

Häufige Fragen

Welche Präpositionen stehen immer mit Akkusativ?

Die Kerngruppe sind fünf: durch, für, gegen, ohne und um. Bei ihnen ist der Fall unabhängig von der Bedeutung immer Akkusativ.

Dazu kommen bis, entlang (nachgestellt) und das gehobene wider. bis steht meist ohne Artikel; kommt einer dazu, ergänzt man in der Regel zu und es wird Dativ: bis zum Bahnhof.

Wie merke ich mir durch, für, gegen, ohne, um?

Am besten als gesprochene Kette in genau dieser Reihenfolge: durch – für – gegen – ohne – um. Der Rhythmus trägt die Liste besser als jede Tabelle.

Hilfreicher als das Auswendiglernen ist aber, zu jeder Präposition einen eigenen Satz zu haben, den Sie wirklich sagen würden, zum Beispiel: Das ist für meine Tochter.

Warum sagt man dafür und nicht für es?

Bei Sachen und Sachverhalten ersetzt das Deutsche die Kombination aus Präposition und Pronomen durch ein da-Wort: dafür, dagegen, darum, dadurch.

Für Personen bleibt das Pronomen: für ihn, gegen sie, ohne dich. Die Unterscheidung Person oder Sache entscheidet also, welche Form richtig ist.

Ist fürs oder ums in einem Brief erlaubt?

In einer normalen E-Mail und in den meisten Briefen ja – die Verschmelzungen fürs, ums und durchs sind Standarddeutsch, keine Umgangssprache.

In stark formellen Texten wie einer Hausarbeit, einem Antrag oder einem Schreiben an eine Behörde schreibt man besser für das, um das, durch das.

Was ist der Unterschied zwischen um acht und gegen acht?

um acht bezeichnet den genauen Zeitpunkt: Der Kurs beginnt um acht Uhr. gegen acht heißt ungefähr, etwa: Ich komme gegen acht.

Beide verlangen den Akkusativ. Weitere Zeitangaben und ihre Präpositionen stehen auf der Seite zu am, im und um.

Preise

Einzelunterricht

45 € / 60 Min.

100 % individuell · alle Niveaus

Kleingruppe

30 € / Person · 60 Min.

2–3 Personen · kommunikativ

Prüfungsvorbereitung

50 € / 60 Min.

Einzelcoaching · alle Formate

Das Erstgespräch ist kostenlos, 10er-Pakete mit Rabatt gibt es auf Anfrage.

Präpositionen sitzen lassen, nicht nur verstehen

Präpositionen sind der Teil der Grammatik, der am meisten Wiederholung braucht – und am schnellsten Sicherheit bringt. Schreiben Sie kurz, auf welchem Niveau Sie sind, dann bauen wir daraus ein Übungsprogramm.

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