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Alltag & Verwaltung · A2 bis B2

Bank, Konto und Versicherungen auf Deutsch

Ein Konto eröffnen, eine Abbuchung verstehen, einen Versicherungsbrief lesen: Das sind Situationen, in denen es um Geld geht – und in denen man deshalb ungern rät. Die gute Nachricht ist, dass dieser Wortschatz klein und sehr berechenbar ist. Zwanzig Begriffe, zehn Fragen und drei Sätze zum Nachfragen decken fast alles ab. Diese Seite sammelt sie, mit Dialogen und mit den Wörtern, die in den Briefen stehen.

Hinweis: Diese Seite ist Sprachunterricht, keine Finanz- oder Rechtsberatung. Es geht darum, die Wörter zu verstehen und selbst nachfragen zu können – welches Konto oder welche Versicherung für Sie sinnvoll ist, entscheiden Sie mit Ihrer Bank, einer Verbraucherzentrale oder einer fachkundigen Beratung.

Der Grundwortschatz Konto

WortBedeutung
das Girokontodas normale Konto für Gehalt, Miete, Einkauf
die IBANinternationale Kontonummer, beginnt in Deutschland mit DE
die Girocard / EC-KarteKarte zum Bezahlen und Geldabheben
die PIN / die Geheimzahlvierstellige Nummer zur Karte
der KontoauszugListe aller Buchungen
die Kontoführungsgebührmonatliche Gebühr für das Konto
die Überweisungeinmalige Zahlung, die Sie auslösen
der Dauerauftragregelmäßige Zahlung in gleicher Höhe
die Lastschrift / das SEPA-MandatErlaubnis, dass ein Unternehmen abbucht
der VerwendungszweckTextfeld: wofür die Zahlung ist
der Kontostandwie viel gerade auf dem Konto ist
der Dispo / der Dispositionskrediterlaubte Überziehung, meist teuer
abheben · einzahlen · abbuchenGeld holen · Geld einzahlen · automatisch wegnehmen

Fast alle diese Wörter sind Komposita: Konto + Führung + s + Gebühr. Wer sie von hinten liest, versteht sie ohne Wörterbuch – die Technik dazu steht unter Komposita und das Fugen-s.

Dialog: ein Konto eröffnen

SieDie Bank
Guten Tag, ich möchte ein Konto eröffnen.Gern. Haben Sie einen Termin?
Nein, leider nicht. Geht es trotzdem?Einen Moment, ich schaue nach.
Welche Unterlagen brauchen Sie von mir?Ausweis oder Pass, Meldebescheinigung und gegebenenfalls den Aufenthaltstitel.
Was kostet das Konto im Monat?Das hängt vom Modell ab.
Gibt es auch ein Konto ohne Gebühren?Ja, unter bestimmten Bedingungen.
Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden. Können Sie das bitte noch einmal erklären?Natürlich.
Könnte ich das bitte schriftlich bekommen?Ich drucke es Ihnen aus.
Wann bekomme ich die Karte?In etwa einer Woche per Post.

Der wichtigste Satz der Seite: Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden. Können Sie das bitte noch einmal erklären? Nachfragen ist in Deutschland völlig normal und wird nicht als Schwäche gelesen – gerade bei Verträgen. Weitere Höflichkeitsformeln unter Höflich bitten und ablehnen.

Am Telefon mit der Bank

  • Guten Tag, mein Name ist …, ich habe eine Frage zu meinem Konto.
  • Es geht um eine Abbuchung vom dritten März.
  • Ich habe eine Buchung auf dem Kontoauszug, die ich nicht zuordnen kann.
  • Können Sie mir sagen, von wem diese Lastschrift kommt?
  • Ich möchte eine Lastschrift zurückgeben lassen.
  • Ich möchte meinen Dauerauftrag ändern / löschen.
  • Könnten Sie bitte etwas langsamer sprechen?
  • Wie war noch mal Ihr Name? Können Sie das bitte buchstabieren?

Telefonieren ist für viele die schwierigste Fertigkeit, weil das Bild fehlt. Strategien und weitere Formeln stehen unter Telefonieren auf Deutsch, das Buchstabieren unter Alphabet und Buchstabieren. Zahlen und Daten korrekt sagen: Zahlen, Uhrzeit, Datum.

Die Wörter aus Versicherungsbriefen

WortBedeutung
der Versicherungsnehmerdie Person, die den Vertrag hat
der Versicherungsschein / die Policedas Dokument mit allen Vertragsdaten
der Beitragwas Sie regelmäßig zahlen
die BeitragsanpassungÄnderung dieses Betrags, meist Erhöhung
die Selbstbeteiligungder Teil, den Sie im Schadensfall selbst zahlen
der Schadensfall / der Schaden meldenwenn etwas passiert ist
die Vertragslaufzeitwie lange der Vertrag läuft
die Kündigungsfristbis wann man vorher kündigen muss
das WiderrufsrechtRecht, kurz nach Abschluss zurückzutreten
die Haftpflichtversicherungzahlt, wenn Sie anderen einen Schaden zufügen
die Hausratversicherungfür Sachen in der Wohnung

Diese Briefe sind im Nominalstil geschrieben und benutzen viel Passiv: Die Beitragsanpassung wird zum 1. Januar wirksam. Beide Muster erklären Nominalisierung und Passiv. Eine Anleitung, wie man solche Briefe systematisch liest, steht unter Behördenbriefe verstehen.

Formulierungen für Ihre E-Mail oder Ihren Brief

AnliegenFormulierung
NachfrageIch beziehe mich auf Ihr Schreiben vom 12. März und habe dazu eine Frage.
Erklärung erbittenKönnten Sie mir bitte erläutern, wie sich der neue Beitrag zusammensetzt?
Widerspruch ankündigenMit der Beitragsanpassung bin ich nicht einverstanden.
KündigungHiermit kündige ich den Vertrag mit der Nummer … fristgerecht zum nächstmöglichen Termin.
Bestätigung erbittenBitte bestätigen Sie mir den Eingang und das Datum der Beendigung schriftlich.
Frist setzenIch bitte um eine Antwort bis zum 30. April.

Zum Satzbau: Hiermit kündige ich … ist eine feste Formel – sie steht am Anfang, das Verb an zweiter Stelle. Für die höfliche Bitte nimmt man den Konjunktiv II: Könnten Sie …, Ich hätte eine Frage. Die Formen stehen unter Konjunktiv II, der Aufbau von Briefen unter Brief schreiben und Geschäftliche E-Mail.

Wenn etwas schiefgegangen ist

Für Reklamationen und Fehlbuchungen gibt es feste Wendungen, die sachlich und trotzdem deutlich sind:

  • Auf meinem Kontoauszug ist eine Buchung, die ich nicht veranlasst habe.
  • Der Betrag wurde zweimal abgebucht.
  • Ich bitte Sie, den Betrag zurückzubuchen.
  • Ich habe die Rechnung bereits am 5. Mai bezahlt – anbei der Beleg.
  • Sollte sich die Angelegenheit nicht klären lassen, wende ich mich an die Verbraucherzentrale.

Mehr zum Ton und Aufbau solcher Schreiben unter Beschwerde und Reklamation.

Typische Stolpersteine

ProblemWas hilft
Zahlen am Telefonin Zweierblöcken sprechen und wiederholen lassen: Ich wiederhole: D…
lange Komposita im Briefvon hinten zerlegen, letzten Teil zuerst
Passivsätzeinnerlich umbauen: Wer macht was?
FristenDatum sofort in den Kalender, zum und bis markieren
Unterschrift unter Unbekanntemnichts unterschreiben, bevor Sie es verstanden haben – Ich möchte das in Ruhe lesen und melde mich.

Wie wir das im Unterricht üben

Dieses Thema eignet sich gut für zwei bis drei gezielte Stunden. Wir gehen so vor: Sie bringen einen echten Brief mit – von Ihrer Bank, Ihrer Versicherung oder Ihrem Mobilfunkanbieter –, wir zerlegen ihn gemeinsam, und danach spielen wir das Gespräch durch, das Sie eigentlich führen müssten. Am Ende haben Sie nicht nur den Brief verstanden, sondern auch die Sätze parat, mit denen Sie nachfragen. Das passt in den Einzelunterricht online und gehört thematisch zum Alltagsdeutsch, das im Integrationskurs nur kurz gestreift wird. Für die Stufe: solides A2 reicht für das Gespräch, B1 bis B2 für die Schriftstücke.

Häufige Fragen

Welche Wörter brauche ich für die Kontoeröffnung auf Deutsch?

Die wichtigsten sind: das Girokonto, die Kontonummer, die IBAN, die Girocard oder EC-Karte, die PIN, die Kontoführungsgebühr, der Kontoauszug, die Überweisung, der Dauerauftrag, die Lastschrift und der Verwendungszweck.

Dazu der Satz Ich möchte ein Konto eröffnen und die Frage Welche Unterlagen brauchen Sie von mir?

Was ist der Unterschied zwischen Überweisung, Dauerauftrag und Lastschrift?

Eine Überweisung ist eine einmalige Zahlung, die Sie selbst auslösen. Ein Dauerauftrag ist eine Zahlung, die regelmäßig automatisch in gleicher Höhe ausgeführt wird, zum Beispiel die Miete.

Bei einer Lastschrift holt sich das Unternehmen das Geld selbst von Ihrem Konto, nachdem Sie ein SEPA-Mandat erteilt haben.

Wie sage ich auf Deutsch, dass ich etwas nicht verstanden habe?

Höflich und wirksam sind: Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden. Könnten Sie das bitte noch einmal erklären? Was bedeutet das genau? Können Sie mir das bitte schriftlich geben?

Diese Sätze sind in jeder Filiale und an jedem Telefon angemessen – Nachfragen ist normal, nicht peinlich.

Welche Wörter stehen typischerweise in Versicherungsbriefen?

Häufig sind: der Versicherungsnehmer, der Beitrag, die Beitragsanpassung, die Selbstbeteiligung, der Versicherungsschein, die Police, der Schadensfall, die Kündigungsfrist, das Widerrufsrecht und die Vertragslaufzeit.

Fast alle sind zusammengesetzte Wörter und lassen sich von hinten nach vorn entschlüsseln.

Auf welchem Niveau sollte man solche Gespräche führen können?

Für die reine Kontoeröffnung reicht solides A2 mit vorbereitetem Wortschatz.

Um einen Versicherungsbrief zu verstehen oder einen Vertrag zu kündigen, braucht man eher B1 bis B2, weil dort Passiv, Nominalstil und lange Komposita vorkommen.

Preise

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50 € / 60 Min.

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10er-Pakete mit Rabatt gibt es auf Anfrage, das Erstgespräch ist kostenlos. Alle Preise unter Was kostet ein Deutschkurs?

Bringen Sie Ihren Brief mit

Wir zerlegen ein echtes Schreiben Ihrer Bank oder Versicherung und üben danach das Gespräch dazu. Zwei Stunden reichen oft. Das Erstgespräch ist kostenlos.

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