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Deutsch für den Beruf · A2 bis B2

Deutsch für Gastronomie und Hotellerie

In kaum einem Arbeitsfeld entscheidet Sprache so unmittelbar über den Arbeitstag: Eine Bestellung falsch verstanden, eine Nachfrage nicht beantwortet, eine Beschwerde ungeschickt aufgefangen – und aus einer Kleinigkeit wird ein Problem. Gleichzeitig ist dieser Wortschatz erfreulich überschaubar und sehr wiederholbar. Ein gezielter Kurs bringt hier in wenigen Wochen mehr als ein halbes Jahr allgemeiner Sprachunterricht.

Welches Niveau brauchen Sie wirklich?

Tätigkeitüblich erwartetWarum
Küchenhilfe, SpülbereichA2Anweisungen verstehen, Absprachen im Team
Koch / KöchinA2–B1Bestellungen, Mengen, Zeitdruck, Sicherheitshinweise
Service, BarB1freie Gespräche, unerwartete Fragen, Beschwerden
RezeptionB1–B2Telefon, Buchungen, Reklamationen, Schriftliches
Schichtleitung, RestaurantleitungB2Personalgespräche, Beschwerdemanagement, Korrespondenz

Das sind Erfahrungswerte, keine amtlichen Vorgaben – welche Anforderung ein Betrieb stellt, steht in der Stellenanzeige. Was die Stufen bedeuten, erklärt Die Niveaustufen A1 bis C2; wo Sie gerade stehen, zeigt der kostenlose Einstufungstest.

Im Service: der Ablauf in Sätzen

PhaseRedemittel
BegrüßungGuten Abend, haben Sie reserviert? · Schön, dass Sie da sind. · Nehmen Sie gern Platz.
GetränkeWas darf ich Ihnen zu trinken bringen? · Stilles Wasser oder mit Kohlensäure?
BestellungMöchten Sie schon bestellen oder brauchen Sie noch einen Moment?
EmpfehlungIch kann Ihnen heute die Tagessuppe empfehlen. · Das ist eine Spezialität des Hauses.
RückfrageMöchten Sie eine Beilage dazu? · Wie hätten Sie das Steak gern?
BestätigungIch fasse kurz zusammen: einmal die Suppe und zweimal den Salat. Stimmt das so?
ServierenEinmal die Suppe – guten Appetit. · Darf ich abräumen?
ZwischendurchHat es Ihnen geschmeckt? · Darf es sonst noch etwas sein?
AbrechnungZusammen oder getrennt? · Zahlen Sie bar oder mit Karte? · Macht 34,50 Euro.
VerabschiedungVielen Dank, schönen Abend noch. · Kommen Sie gut nach Hause.

Der wichtigste Satz für den Anfang: Ich fasse kurz zusammen … Damit sichern Sie jede Bestellung ab, ohne zugeben zu müssen, dass Sie etwas nicht verstanden haben – und Sie hören die richtigen Wörter noch einmal. Die Gastperspektive derselben Situation steht unter Einkaufen und im Restaurant.

Nachfragen, ohne unsicher zu wirken

  • Entschuldigung, war das mit oder ohne Zwiebeln?
  • Das habe ich akustisch nicht verstanden – könnten Sie das bitte wiederholen?
  • Einen Moment, ich frage kurz in der Küche nach.
  • Da bin ich mir nicht sicher – ich kläre das und komme gleich zurück.
  • Darf ich das kurz notieren?

Diese Sätze wirken professionell, nicht unsicher: Sie zeigen, dass Ihnen Genauigkeit wichtig ist. Weitere Formeln unter Höflich bitten und ablehnen und Redemittel.

Am Telefon: Reservierung annehmen

SieGast
Restaurant Sonne, Sie sprechen mit …, guten Tag.Guten Tag, ich möchte einen Tisch reservieren.
Sehr gern. Für wann und für wie viele Personen?Für Samstag, vier Personen.
Um welche Uhrzeit hätten Sie gern?So gegen halb acht.
Einen Moment, ich schaue nach … Ja, das geht.Sehr schön.
Auf welchen Namen darf ich reservieren?Auf Nowak.
Könnten Sie das bitte buchstabieren?N wie Nordpol, O, W wie Wilhelm, A, K wie Kaufmann.
Danke. Dann Samstag, 19:30 Uhr, vier Personen auf Nowak.Genau. Bis Samstag.

Telefonieren ist die schwierigste Teilfertigkeit, weil Mimik und Lippen fehlen. Strategien unter Telefonieren auf Deutsch, die Buchstabiertafel unter Alphabet und Buchstabieren, Uhrzeiten unter Zahlen, Uhrzeit, Datum.

An der Rezeption

SituationRedemittel
Check-inHerzlich willkommen. Darf ich bitte Ihren Ausweis? · Hier ist Ihre Schlüsselkarte, Zimmer 312 im dritten Stock.
ErklärungDas Frühstück ist von sieben bis zehn Uhr im Restaurant im Erdgeschoss.
Nachfrage des GastesSelbstverständlich. · Da schaue ich gern für Sie nach.
etwas nicht möglichDas kann ich Ihnen leider nicht zusagen, aber ich kann Ihnen anbieten, …
Check-outHatten Sie noch Extras aus der Minibar? · Ich drucke Ihnen die Rechnung aus.
VerabschiedungGute Heimreise, und kommen Sie gern wieder.

Beschwerden: drei Schritte

SchrittWas Sie sagenWas Sie vermeiden
1. Zuhören und bestätigenIch verstehe. Das ist ärgerlich.unterbrechen
2. Bedauern ausdrückenDas tut mir leid, dass das so gelaufen ist.rechtfertigen (Wir hatten viel zu tun)
3. Lösung anbietenIch kümmere mich sofort darum. Darf ich Ihnen stattdessen … bringen?vage bleiben
wenn es Sie übersteigtEinen Moment bitte, ich hole meine Kollegin dazu.selbst entscheiden, was nicht Ihre Entscheidung ist

Grammatisch dahinter: Das tut mir leid ist ein Verb mit Dativ, Darf ich Ihnen … bringen? ein Satz mit zwei Objekten. Beide Muster stehen unter Verben mit Dativ und Verben mit Akkusativ und Dativ. Die Gegenperspektive – selbst reklamieren – steht unter Beschwerde und Reklamation.

Im Team und mit der Küche

  • Tisch sieben ist fertig zum Abräumen.
  • Kannst du mir kurz helfen? Ich schaffe die Bar gerade nicht allein.
  • Wie lange dauert Tisch vier noch?
  • Ich übernehme den hinteren Bereich.
  • Ich habe morgen Frühschicht, übermorgen Spätschicht.
  • Können wir die Schicht tauschen?
  • Wichtige Wörter: der Dienstplan · die Früh- / Spätschicht · die Pause · die Übergabe · der Gedeckwechsel · die Allergenkennzeichnung

Im Team wird in vielen Betrieben geduzt, Gäste werden gesiezt – beide Register sicher zu beherrschen, ist Teil des Jobs. Der Unterschied steht unter Du oder Sie?, der lockere Ton unter Umgangssprache verstehen. Regionale Varianten – Semmel statt Brötchen, Viertel drei statt Viertel nach zwei – behandelt Dialekte und regionale Unterschiede.

Die Grammatik, die hier wirklich zählt

ThemaWofür
Konjunktiv IIHöflichkeit: Was hätten Sie gern? Könnten Sie …?
ModalverbenDarf ich …? Möchten Sie …?
Fragen bildenjede zweite Äußerung im Service ist eine Frage
Zahlen und UhrzeitPreise, Uhrzeiten, Zimmernummern
AusspracheVerständlichkeit im Geräusch eines vollen Raums
ImperativKüchenanweisungen verstehen und geben

So läuft der Kurs

Ich unterrichte dieses Thema nicht aus einem Lehrbuch, sondern aus Ihrem Betrieb heraus. Wenn Sie mir Ihre Speisekarte, Ihre typischen Gästefragen oder Ihren Dienstplan schicken, bauen wir den Unterricht darauf auf. Der größte Teil sind Rollenspiele: Ich bin Gast, Sie sind im Service – und ich bin dabei absichtlich auch mal der Gast, der undeutlich spricht, es eilig hat oder sich beschwert. Dazu kommt gezielte Ausspracharbeit, weil Verständlichkeit in einem lauten Raum wichtiger ist als fehlerfreie Grammatik.

Wer einen formalen Nachweis braucht – etwa für eine Bewerbung, eine Ausbildung oder den Aufenthalt –, findet die passenden Formate unter Deutsch-Test für den Beruf, telc B1 und Berufssprachkurs (DeuFöV).

Häufige Fragen

Welches Sprachniveau braucht man in der Gastronomie?

Für Tätigkeiten mit wenig Gästekontakt, etwa in der Küche, reicht oft A2 mit gut geübtem Fachwortschatz. Im Service und an der Rezeption wird in der Regel B1 erwartet.

Für Leitungsaufgaben und Beschwerdemanagement ist B2 realistisch. Was ein einzelner Betrieb verlangt, steht in der Stellenanzeige.

Wie nehme ich auf Deutsch eine Bestellung auf?

Der übliche Ablauf ist: Begrüßung, Getränke, Bestellung, Nachfrage, Bestätigung.

Typische Sätze: Was darf ich Ihnen bringen? Möchten Sie schon bestellen oder brauchen Sie noch einen Moment? Ich fasse kurz zusammen: einmal die Suppe und zweimal den Salat.

Wie reagiere ich auf eine Beschwerde von Gästen?

In drei Schritten: zuhören und bestätigen, sich entschuldigen, eine Lösung anbieten. Sprachlich: Das tut mir leid, dass das so gelaufen ist. Ich kümmere mich sofort darum.

Wichtig ist, nicht zu rechtfertigen, sondern eine konkrete nächste Handlung zu nennen.

Wird in der Gastronomie geduzt oder gesiezt?

Gäste werden grundsätzlich gesiezt, solange sie nichts anderes anbieten. Im Team ist das Du in vielen Betrieben üblich, aber nicht überall.

Am ersten Tag hört man zu und übernimmt, was die anderen tun. In gehobenen Häusern wird auch intern häufiger gesiezt.

Wie läuft ein solcher Kurs ab?

Wir arbeiten mit den Situationen Ihres Betriebs: Ihre Speisekarte, Ihre Abläufe, Ihre typischen Gästefragen. Der Unterricht besteht zu großen Teilen aus Rollenspielen.

Dazu kommt gezielte Arbeit an Aussprache und an den Grammatikpunkten, die im Service wirklich vorkommen. Möglich als Einzelunterricht, Kleingruppe oder Firmenkurs.

Preise

Einzelunterricht

45 € / 60 Min.

100 % individuell · alle Niveaus

Kleingruppe

30 € / Person · 60 Min.

2–3 Personen · kommunikativ

Prüfungsvorbereitung

50 € / 60 Min.

Einzelcoaching · alle Formate

10er-Pakete mit Rabatt gibt es auf Anfrage, das Erstgespräch ist kostenlos. Für Betriebe gibt es Angebote auf Rechnung – siehe Firmenkurse und Was kostet ein Deutschkurs?

Ihr Betrieb als Lehrbuch

Schicken Sie mir Ihre Speisekarte oder Ihre typischen Gästefragen – wir bauen den Kurs darauf auf. Das Erstgespräch ist kostenlos.

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