Ein typischer Ablauf
Die Details unterscheiden sich je nach Format und Prüfungszentrum. Verbindlich ist immer die Einladung Ihres Prüfungszentrums – lesen Sie sie vollständig, auch das Kleingedruckte zu Uhrzeit, Ort und Unterlagen. Der folgende Ablauf ist der, den man bei einer schriftlichen Prüfung am häufigsten antrifft.
Was Sie mitbringen müssen
| Unbedingt | Warum |
|---|---|
| Gültiger Lichtbildausweis (Pass, Personalausweis, elektronischer Aufenthaltstitel) | Ohne Ausweis ist die Teilnahme in der Regel nicht möglich – das ist der häufigste vermeidbare Ausfall. |
| Einladung / Anmeldebestätigung | Enthält Raum, Uhrzeit und oft eine Teilnehmernummer. |
| Zwei Kugelschreiber, schwarz oder blau | Antwortbögen werden meist maschinell gelesen. Bleistift ist oft nicht erlaubt. |
| Sinnvoll | Wozu |
|---|---|
| Wasser und eine kleine Mahlzeit | Prüfungen dauern mehrere Stunden; in der Pause ist nicht immer etwas zu kaufen. |
| Uhr ohne Netzfunktion | Nicht in jedem Raum hängt eine gut sichtbare Uhr. Smartwatches sind meist verboten. |
| Ein Pullover | Prüfungsräume sind oft kühl oder überheizt – beides lenkt ab. |
| Taschentücher | Unverdächtig und praktisch. |
Was nicht erlaubt ist
- Handy, Smartwatch, Kopfhörer – ausgeschaltet und weggepackt, sonst gilt es schnell als Täuschungsversuch. Ein klingelndes Handy kann zum Ausschluss führen.
- Wörterbücher – bei den meisten Sprachprüfungen nicht zugelassen. Einzelne Formate erlauben ein einsprachiges Wörterbuch für bestimmte Teile; das steht in Ihrer Einladung, nicht im Internetforum.
- Eigenes Papier – Notizen macht man auf den ausgegebenen Blättern.
- Eigene Aufzeichnungen, Spickzettel, Vokabellisten – auch nicht in der Jackentasche.
- Sprechen während der schriftlichen Teile – Fragen nur per Handzeichen an die Aufsicht.
Ein Täuschungsversuch wird streng geahndet und führt in der Regel zum Nichtbestehen der gesamten Prüfung, ohne Rückerstattung der Gebühr. Das gilt auch für scheinbar Kleines: ein Blick auf das Nachbarblatt, ein Handy in der Hosentasche.
Die mündliche Prüfung am Prüfungstag
Sie läuft anders als der schriftliche Teil: Sie bekommen eine eigene Uhrzeit, oft in einem Zeitfenster von mehreren Stunden, und werden meist zu zweit geprüft. Üblich ist:
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| Aufruf | Sie warten vor dem Raum, oft gemeinsam mit Ihrer Partnerin. |
| Vorbereitungszeit | In vielen Formaten 15–20 Minuten mit der Aufgabe, teils in einem separaten Raum, mit Notizmöglichkeit. |
| Prüfungsgespräch | Zwei Prüfende: eine Person spricht mit Ihnen, eine protokolliert und bewertet mit. |
| Aufgabenteile | Je nach Niveau: sich vorstellen, ein Thema präsentieren, gemeinsam etwas planen oder aushandeln. |
| Ende | Kein Ergebnis vor Ort. Prüfende dürfen keine Rückmeldung geben. |
Wenn Ihre Partnerin sehr viel oder sehr wenig spricht, ist das kein Nachteil für Sie – bewertet wird Ihre eigene Leistung. Wichtig ist, dass Sie auf die andere Person reagieren. Die Aufgabentypen und passende Formulierungen finden Sie unter Mündliche Prüfung meistern und Redemittel für die Prüfung.
Der Tag davor und der Morgen
- Den Weg prüfen. Adresse, Gebäude, Raum, Fahrtzeit mit Puffer. Prüfungen finden oft nicht dort statt, wo der Kurs war.
- Unterlagen abends bereitlegen. Ausweis, Einladung, Stifte in einer Tasche.
- Nicht mehr neu lernen. Am Abend vorher bringt Wiederholung wenig und Schlaf viel. Was jetzt noch fehlt, fehlt morgen auch.
- Frühstücken. Eine mehrstündige Prüfung auf leeren Magen ist ein vermeidbarer Nachteil.
- Vor Ort eine halbe Stunde einplanen. Ankommen, Toilette, Platz suchen, durchatmen.
- Nicht mit anderen über den Stoff reden. Fünf Minuten vor Beginn erzeugt das nur Panik – siehe Prüfungsangst überwinden.
Wenn etwas dazwischenkommt
| Situation | Was in der Regel gilt |
|---|---|
| Sie kommen zu spät | Nach Beginn ist der Einlass meist nicht mehr möglich – spätestens beim Hörverstehen nicht. Sofort anrufen, statt darauf zu hoffen. |
| Sie sind krank | Vor dem Termin abmelden und ein ärztliches Attest einreichen. Viele Zentren bieten dann eine Verschiebung an; ohne Abmeldung gilt die Prüfung als nicht bestanden. |
| Sie werden während der Prüfung krank | Aufsicht informieren, bevor Sie gehen. Ein Abbruch ohne Meldung wird als Teilnahme gewertet. |
| Technische Störung beim Hörverstehen | Sofort melden. Wird es protokolliert, kann der Teil wiederholt werden; nachträgliche Beschwerden haben kaum Aussicht. |
| Sie haben eine Behinderung oder Beeinträchtigung | Nachteilsausgleich – etwa mehr Zeit oder größere Schrift – muss vor der Anmeldung beantragt werden, mit Nachweis. |
Die Fristen und Bedingungen dazu regelt das Prüfungszentrum. Was bei der Anmeldung zu beachten ist, steht unter Prüfung anmelden: Ablauf und Fristen.
Nach der Prüfung
Ein Ergebnis gibt es nicht am selben Tag. Üblich sind einige Wochen, bis die Bewertung abgeschlossen und das Zertifikat ausgestellt ist; bei Formaten mit zentraler Auswertung dauert es länger als bei intern bewerteten. Das Prüfungszentrum nennt Ihnen bei der Anmeldung einen Zeitraum.
- Zertifikat sicher aufbewahren. Zweitausfertigungen sind möglich, aber nicht unbegrenzt und nicht kostenlos – siehe Wie lange gilt ein Zertifikat?
- Beglaubigte Kopien brauchen Sie oft für Behörden und Hochschulen. Vorher anfertigen, nicht erst, wenn es eilt.
- Einsicht in die Bewertung ist bei vielen Formaten auf Antrag und innerhalb einer Frist möglich – sinnvoll, wenn Sie knapp nicht bestanden haben.
- Nicht bestanden? Es ist kein Urteil über Ihr Deutsch, sondern über einen Termin. Die Optionen stehen unter Prüfung nicht bestanden?
Wie die Vorbereitung darauf eingeht
In der Prüfungsvorbereitung üben wir nicht nur die Aufgaben, sondern auch die Bedingungen: ein vollständiger Übungssatz unter Zeitdruck, ohne Hilfsmittel, in einem Durchgang. Das fühlt sich unangenehm an und ist genau deshalb nützlich – die erste Erfahrung mit dem Zeitdruck sollte nicht die Prüfung selbst sein. Die mündliche Prüfung simulieren wir inklusive Vorbereitungszeit und Partneraufgabe.
Was dabei bewertet wird, steht unter Wie wird bewertet? Wer vor allem mit der Nervosität kämpft, findet konkrete Strategien unter Prüfungsangst überwinden.
Häufige Fragen
Was muss ich zur Deutschprüfung mitbringen?
Unbedingt einen gültigen Lichtbildausweis, die Einladung beziehungsweise Anmeldebestätigung und zwei Kugelschreiber in schwarz oder blau. Ohne Ausweis ist die Teilnahme in der Regel nicht möglich.
Sinnvoll sind außerdem Wasser, eine kleine Mahlzeit für die Pause, ein Pullover und eine Uhr ohne Netzfunktion. Verbindlich ist die Liste in Ihrer Einladung.
Darf ich ein Wörterbuch benutzen?
Bei den meisten Sprachprüfungen nicht. Einzelne Formate lassen für bestimmte Teile ein einsprachiges Wörterbuch zu.
Ob das für Ihre Prüfung gilt, steht in der Einladung oder den Bestimmungen des Prüfungszentrums – fragen Sie dort nach, statt sich auf Auskünfte aus Foren zu verlassen.
Was passiert, wenn ich zu spät komme?
Nach dem offiziellen Beginn ist der Einlass in der Regel nicht mehr möglich, spätestens nicht mehr beim Hörverstehen, weil es für den ganzen Raum gleichzeitig läuft.
Rufen Sie das Prüfungszentrum sofort an, wenn Sie merken, dass es knapp wird. Planen Sie am Prüfungstag mindestens 30 Minuten Puffer ein.
Ich bin krank – kann ich den Termin verschieben?
In vielen Fällen ja, wenn Sie sich vor dem Termin abmelden und ein ärztliches Attest einreichen. Die Fristen und Bedingungen legt das Prüfungszentrum fest.
Wer ohne Abmeldung nicht erscheint, gilt in der Regel als nicht bestanden und bekommt die Gebühr nicht zurück.
Wann bekomme ich das Ergebnis?
Nicht am Prüfungstag. Üblich sind einige Wochen bis zur Bewertung und zur Ausstellung des Zertifikats; bei zentral ausgewerteten Formaten dauert es länger.
Das Prüfungszentrum nennt Ihnen bei der Anmeldung einen Zeitraum. Prüfende dürfen im Anschluss an die mündliche Prüfung keine Rückmeldung geben.
Preise
Einzelunterricht
45 € / 60 Min.100 % individuell · alle Niveaus
Kleingruppe
30 € / Person · 60 Min.2–3 Personen · kommunikativ
Prüfungsvorbereitung
50 € / 60 Min.Einzelcoaching · alle Formate
Das Erstgespräch ist kostenlos, 10er-Pakete mit Rabatt gibt es auf Anfrage.
Einmal unter echten Bedingungen proben
Der Zeitdruck sollte Ihnen nicht am Prüfungstag zum ersten Mal begegnen. In der Vorbereitung machen wir einen vollständigen Durchgang unter Prüfungsbedingungen – danach ist der Tag selbst deutlich weniger überraschend.
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