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Wissen · BAMF-Integrations- und Berufssprachkurse

Integrationskurs verstehen

Wie ein Integrationskurs aufgebaut ist, welche zwei Prüfungen am Ende stehen und was Sie tun können, wenn B1 im DTZ noch nicht erreicht ist – erklärt von einer Dozentin, die selbst in Integrations- und Berufssprachkursen unterrichtet.

Wie ein Integrationskurs aufgebaut ist

Der allgemeine Integrationskurs besteht aus zwei Teilen: einem Sprachkurs mit 600 Unterrichtseinheiten und einem Orientierungskurs mit 100 Unterrichtseinheiten. Der Sprachkurs teilt sich in einen Basis- und einen Aufbausprachkurs mit je 300 Unterrichtseinheiten, die jeweils in Module zu 100 Unterrichtseinheiten gegliedert sind. Zielniveau ist B1.

TeilUmfangInhalt
Basissprachkurs3 Module, 300 UEVon den Grundlagen bis etwa A2
Aufbausprachkurs3 Module, 300 UEWeiter Richtung B1, alltags- und arbeitsbezogen
Orientierungskurs100 UERechtsordnung, Geschichte, Kultur, Leben in Deutschland

Neben dem allgemeinen Kurs gibt es spezielle Kursarten für bestimmte Zielgruppen – etwa Alphabetisierungskurse, Zweitschriftlernerkurse, Kurse für Frauen, Eltern und Jugendliche, Förderkurse sowie Intensivkurse für Lernende, die schnell vorankommen. Umfang und Zuschnitt unterscheiden sich dabei.

Zulassung, Anmeldung und Kosten laufen über das BAMF und Ihren Kursträger. Ich unterrichte in Integrations- und Berufssprachkursen und habe dafür eine BAMF-Zulassung – die Kurse selbst vergebe ich aber nicht. Verbindliche Auskunft zu Berechtigung, Kostenbefreiung und freien Plätzen bekommen Sie beim BAMF oder bei einem zugelassenen Träger.

Die zwei Prüfungen am Ende

Ein Integrationskurs endet nicht mit einer, sondern mit zwei Prüfungen. Sie werden getrennt abgelegt und prüfen Unterschiedliches.

DTZ – Deutsch-Test für Zuwanderer

Die Sprachprüfung. Sie umfasst Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen und wird skaliert bewertet: Auf dem Zertifikat steht je Teil, ob Sie A2 oder B1 erreicht haben. Für viele Anschlussfragen – etwa die Einbürgerung – zählt das Gesamtergebnis B1.

A2B1
Zur DTZ-Vorbereitung →

Test „Leben in Deutschland“

Der Abschluss des Orientierungskurses: ein Wissenstest im Multiple-Choice-Format zu Rechtsordnung, Geschichte, Gesellschaft und dem eigenen Bundesland. Er wird üblicherweise auch als Nachweis für den Einbürgerungstest anerkannt.

WissenstestOrientierungskurs
Bezug zur Einbürgerung →

Wer den DTZ mit B1 besteht und den Test „Leben in Deutschland“ bestanden hat, erhält das Zertifikat Integrationskurs.

Wenn B1 im DTZ noch nicht erreicht ist

Das ist häufiger, als viele denken, und es ist kein Grund zur Panik. Wer im DTZ A2 statt B1 erreicht, kann in der Regel auf Antrag beim BAMF 300 Unterrichtseinheiten wiederholen und den Test ein weiteres Mal ablegen. Ob das in Ihrem Fall möglich ist und welche Fristen gelten, klären Sie mit Ihrem Kursträger und dem BAMF.

Aus der Praxis: Meist fehlt nicht „das Deutsch“ insgesamt, sondern ein einzelner Prüfungsteil. Besonders oft ist es das Schreiben oder der mündliche Teil – seltener das Hören. Deshalb halte ich wenig davon, im zweiten Anlauf einfach den gesamten Stoff noch einmal durchzugehen. Sinnvoller ist, zuerst herauszufinden, wo die Punkte tatsächlich verloren gingen.

Was privater Einzelunterricht zusätzlich leisten kann

Ein Integrationskurs ist Gruppenunterricht mit festem Curriculum und festem Tempo. Das funktioniert für viele gut – und für manche eben nicht in jedem Punkt. Drei typische Situationen:

Parallel zum Kurs

Wenn Sie in der Gruppe kaum zum Sprechen kommen, das Tempo zu schnell ist oder ein Thema hängen bleibt. Im Einzelunterricht gehört die ganze Zeit Ihnen – und wir arbeiten an genau dem, was im Kurs zu kurz kommt.

Vor der Prüfung

Gezielte DTZ-Vorbereitung in den Wochen vor dem Termin: Aufgabentypen, Zeiteinteilung, Bewertungskriterien – und ein vollständiger Durchgang unter Prüfungsbedingungen.

Nach dem Kurs

Wenn der Kurs vorbei ist, das Ziel aber noch nicht erreicht – oder wenn es weitergehen soll: Richtung B2, C1 oder berufsbezogenes Deutsch für den Deutsch-Test für den Beruf.

Warum ich dieses System kenne

Ich unterrichte seit rund zehn Jahren Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, davon einen großen Teil in staatlich geförderten Kursen: BAMF-Integrationskurse und Berufssprachkurse bei anerkannten Trägern und Sprachschulen. Ich weiß also aus dem Kursraum, wie der Ablauf, die Module und die Prüfungen aussehen – und wo Teilnehmende typischerweise hängen bleiben.

Dazu kommt die andere Seite: Ich habe eine telc-Prüferlizenz für die mündliche DTZ-Prüfung (A2–B1) und für den mündlichen Teil im DTB B2–C1 und nehme außerhalb der BAMF-Kurse die mündlichen Prüfungen ab. In der Vorbereitung heißt das, dass ich die mündliche Prüfung aus der Prüferperspektive kenne und Ihre schriftlichen Texte an den offiziellen Bewertungskriterien entlang mit Ihnen durchgehe.

Häufige Fragen zum Integrationskurs

Bieten Sie selbst Integrationskurse an?

Ich unterrichte in Integrations- und Berufssprachkursen bei anerkannten Trägern und Sprachschulen und habe dafür eine BAMF-Zulassung. Die Kurse selbst werden aber über zugelassene Kursträger organisiert – Zulassung und Anmeldung laufen über das BAMF und den Träger, nicht über mich.

Was ich unabhängig davon anbiete, ist privater Einzelunterricht und Prüfungsvorbereitung: als Ergänzung zum Kurs, zur Vorbereitung auf den DTZ oder wenn Sie schneller vorankommen möchten.

Wie ist ein Integrationskurs aufgebaut?

Der allgemeine Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs mit 600 Unterrichtseinheiten und einem Orientierungskurs mit 100 Unterrichtseinheiten. Der Sprachkurs teilt sich in einen Basis- und einen Aufbausprachkurs mit je 300 Unterrichtseinheiten, die wiederum in Module zu je 100 Unterrichtseinheiten gegliedert sind. Daneben gibt es spezielle Kursarten für bestimmte Zielgruppen.

Welche Prüfungen stehen am Ende?

Zwei: der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) als Sprachprüfung und der Test „Leben in Deutschland“ als Abschluss des Orientierungskurses. Wer den DTZ mit B1 besteht und den Test „Leben in Deutschland“ bestanden hat, erhält das Zertifikat Integrationskurs.

Was passiert, wenn ich im DTZ nur A2 erreiche?

Der DTZ wird skaliert bewertet, das Zertifikat weist je Prüfungsteil A2 oder B1 aus. Wer B1 nicht erreicht, kann in der Regel auf Antrag beim BAMF 300 Unterrichtseinheiten wiederholen und den DTZ ein weiteres Mal ablegen. Ob das in Ihrem Fall möglich ist, klären Sie mit Ihrem Kursträger und dem BAMF.

Lohnt sich Einzelunterricht neben dem Kurs?

Oft ja – vor allem, wenn Sie in der Gruppe nicht zum Sprechen kommen, wenn das Tempo nicht passt oder wenn ein bestimmter Prüfungsteil Sie nervös macht. Im Einzelunterricht gehört die gesamte Zeit Ihnen, und wir können genau an dem arbeiten, was im Kurs zu kurz kommt.

Wer bezahlt den Integrationskurs?

Das hängt von Ihrem Status und Ihrer Situation ab; es gibt Kostenbefreiungen und Zuschüsse. Verbindlich Auskunft geben das BAMF und Ihr Kursträger. Mein privater Einzelunterricht ist davon unabhängig und wird nicht gefördert – die Preise stehen weiter oben auf dieser Seite.

Preise

Einzelunterricht

45 € / 60 Min.

100 % individuell · alle Niveaus

Kleingruppe

30 € / Person · 60 Min.

2–3 Personen · kommunikativ

Prüfungsvorbereitung

50 € / 60 Min.

Einzelcoaching · alle Formate

10er-Pakete mit Rabatt gibt es auf Anfrage. Das Erstgespräch ist immer kostenlos und unverbindlich. Die vollständige Übersicht steht in der Preisübersicht auf der Startseite.

Brauchen Sie Unterstützung neben dem Kurs?

Ob parallel zum Integrationskurs, kurz vor dem DTZ oder danach: Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, wo Sie stehen und was Ihnen konkret fehlt.

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